12.06.2010
Basel: Regeln für Rheinschwimmer - Badeverbotmißachtung wird gebüßt


Bild: Kapo Basel
Bild: Kapo Basel
Wegen der bis 20.12. dauernden Bauarbeiten der Eisenbahnbrücke hat die Polizei ein Schwimm- und Badeverbot im Bereich der Schwarzwaldbrücke erlassen.

Rheinschwimmer sind wegen dieser Bauarbeiten stark gefährdet, da. Beim Bau der beiden neuen Brückenpfeiler werden Arbeitsschiffe und Pontons  mit Abspannungen und Verankerungen eingesetzt, was zu einer Verengung und Sperrung der einzelnen Brückendurchfahrten führt. 

Es entstehen aber auch neue gefährliche Wirbel. Der gesamte Schiffsverkehr, Groß- und Kleinschifffahrt wird im Einbahnverkehr nur durch ein Brückenjoch geleitet, was dort zu einem erhöhten Verkehrsaufkommen führt, da für die Großschiffahrt ein Kreuzungsverbot gilt und die bergwärtsfahrenden Schiffe unterhalb der Autobahnbrücke die Talfahrt abwarten müssen.
Das Badeverbot ist signalisiert, wer es mißachtet, macht sich strafbar, auch im Falle eines Unfalls. Zudem wird die Mißachtung gebüßt. Die beliebten Badeorte wie Birsköpfli und Solitüde können aber nach wie vor benützt werden. Die für die Schiffahrt gesperrten Durchfahrten gelten auch für die gesamte Kleinschifffahrt, inklusive Kanuten und Wasserfahrer.















Das Schwimmen im Rhein kann entweder ein beglückendes Erlebnis sein, aber auch lebensgefährlich. Ganz generell gilt - Rheinschwimmer meiden alle Brückenpfeiler und inbesondere deren Bug- und Hinterwasser.

Und wenn wir schon bei den Gefahren sind: Auf dem Rhein tummeln sich nicht nur Freizeitkapitäne mit Motorbooten, Wasserfahrer, Kanuten und Ruderer. Auch für die Großschiffahrt ist diese Wasserstraße sehr wichtig.

Auf ihrer Talfahrt sind diese großen Schiffe sehr schnell und kommen leise von hinten. Deshalb schwimmt man nicht in den Schiffahrtsrinnen sondern eher am Ufer. Dringend empfohlen wird, innerhalb der mit blauen Bojen markierten Zone am Kleinbasler Ufer zu schwimmen. Vorsicht ist vor allem auch angesagt im Bereich des Kulturflosses und der Wasserschisprungschanze.

Auch das Schwimmen von einem Ufer zum anderen ist sehr gefährlich. Talwärts fahrende Schiffe können nicht ausweichen! Deshalb empfiehlt es sich, ständig Umschau zu halten. Zudem gilt auch beim Baden im Rhein die Grundregel "Sehen und gesehen werden!".

Je nach Sonneneinstrahlung und Blendwirkung werden die Schwimmer von den Schiffs- und Bootsführern nicht oder erst spät erkannt. Eine möglichst grellfarbene Badekappe oder ein signalfarbener Kleidersack tut hier gute Dienste.

Ohne Verbote geht es leider nicht ganz. So ist das Schwimmen im Bereich der Schwarzwaldbrücke wegen der Bauarbeiten bis 2012 dauernden Bauarbeiten an der Eisenbahnbrücke verboten. Das Verbot ist signalisiert, wer es mißachtet, riskiert nicht nur sein Leben, sondern auch eine geringe Buße von 100 Franken.

Das bis zum Ende der Bauarbeiten verfügte  Schwimmverbot bei der Schwarzwaldbrücke erfolgte in Absprache mit der Schweizerischen Lebensrettungsgesellschaft (SLRG),der Bauherrschaft, sowie den Schweizerischen Rheinhäfen.

In den Hafenbecken und längs der Ufer des Hafengebietes darf man ebenfalls nicht  baden wie auch in der Stauhaltung des Kraftwerkes Birsfelden und unterhalb des Stauwehrs. Gefährlich und darum verboten ist das Springen von den Brücken, weil nicht nur Schiffe unter der Brücke durchfahren, sondern auch plötzlich Schwimmer auftauchen - schon manche "Mutprobe" hat so mit einem Unfall geendet. Generell verboten ist auch das Benutzen von Luftmatratzen, Luftschläuchen, wie von nicht eingelösten Schlauchbooten, welche nicht als Kajak oder Kanus gelten sowie das Unbefugte Betreten von Landungsstegen und Fischergalgen.

Baden im Rhein ist nur etwas für gute Schwimmerinnen und Schwimmer und auch wenn es noch so schön ist: Kleinkinder mit "Flügeli" haben im Rhein nichts zu suchen. Eine letzte wichtige Empfehlung: "Schwimme nie allein!" So kann man sich im Notfall helfen und mit anderen macht es erst noch mehr Spass!

Zur Erhöhung der  Sicherheit für die Rheinschwimmer wurden entlang des Rheins zusätzliche und neue Rettungsringkasten montiert.





Ausschnitt Warnplakat: Kapo BS
Ausschnitt Warnplakat: Kapo BS

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